In Wuffis Revier

Wenn man früh im Dunkeln zur
Arbeit unterwegs ist, das sieht man sie noch nicht, doch wenn man in der
beleuchteten Tram oder der S-Bahn sitzt, dann lächelt einem der komisch braun
befleckte Stiefel an. Ja, Hundekot. Es ist tatsächlich kein Mythos. Es stimmt
wirklich. Berlin ist die Hauptstadt des Hundekots. Angeblich bis zu 55 Tonnen
täglich gibt’s in der Stadt. Diese Zahl ist einfach erschreckend.
Irgendwann, bei einer
Stadtführung durch Berlin sicherlich, habe ich einmal gehört, dass Berlin die
grünste, parkreichste Stadt in Europa sein soll. Warum, wenn das also stimmt,

geht dann Herrchen mit Terrier Wuffi nicht in den Park? Aus Angst
vor Überdüngung? Mythos ist vielleicht, dass es auch Hundekot-Tüten für diese Problem
gibt. 98.315 registrierte
Hunde gibt es in der Stadt. Das klingt nach nicht viel. Doch auch die
Stadtverwaltung ist machtlos, gibt sie selbst zu. Und das, trotz Bußgelder, die
Herrchen Klausi Meier zahlen müsste, wenn man ihn erwischt beim Liegenlassen
des Häufchens.
Aber
Sogleich
hat man bei diesem Thema wieder den skurrilen Song  „Die Köterhalter scheren sich einen Dreck / und
machen die Scheiße einfach nicht weg.“ Von
jenem rappendem Rentner wieder im Ohr. Hier ist nochmal das musikalische
Schmankerl:

Jetzt ist Februar und es
herrscht zurzeit eine durchschnittliche Temperatur von Null Grad Celsius. Wie
lange muss wohl eine warme Kacke auf dem eisig, verschneiten Asphalt liegen, um
zu gefrieren? Scheinbar sehr lange.
Oder gehören gar die kleinen
Häufchen zum legendären Berliner Vintage Look neben den Graffiti und den kreativen
Schmierereien? Vermutlich.


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